1. Diese Sanierungsarten werden unterstützt und gefördert – ein Überblick:

Immobilieneigentümer stehen beim Thema Haus sanieren oft vor der Frage: Saniere ich alles oder nur Teile der Immobilie? Wenn Sie maximal viel gefördert und bezuschusst bekommen wollen, dann empfiehlt sich die Komplettsanierung. Dabei sollte ein möglichst niedriges Effizienzhaus-Niveau (mindestens 70, möglichst 55) erreicht werden, weil dort die Relation zwischen Energieeinsparung und Investition optimal ist. Ihr Haus ist anschließend deutlich mehr wert und dank Förderungen muss dafür nicht einmal so tief ins Portemonnaie gegriffen werden, wie Sie vielleicht befürchten. UND: Bei Preissteigerungen der Energiekosten können Sie künftig ganz gelassen bleiben.

Hier nun ein Überblick über Maßnahmen, die Sie entweder komplett oder als Einzelmaßnahmen planen können und für die Sie Förderungen und Zuschüsse bekommen. Wichtig ist, dass diese unbedingt durch eine:n Energieberater:in vor Beginn einer oder mehrerer Maßnahmen beantragt werden:

Heizung

Was ist maximal möglich?

Einen Zuschuss gibt es möglicherweise auch beim Wechsel von Ölheizung auf Biomasse- oder Wärmepumpe. Lässt man sich noch einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) vom Energieberater erstellen, gibt es unter Umständen auch einen Bonus. Dann bezahlt der Staat auch was dazu! Aber auch beim Wechsel von Öl oder Gas auf andere Heizungsarten, wie EE-Hybridheizungen, Solarkollektoranlagen oder Gas-Hybridheizungen sind gute Zuschüsse vorgesehen. Möglich macht dies das Marktanreizprogramm (kurz MAP) des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Neue Heizungen basieren dann auf erneuerbare Energien und können dann entweder als alleinige Wärmequelle oder in Kombination mit einer Gasheizung betrieben werden.

Dämmung

Ihr Haus bietet viel Fläche, über die Energie und Wärme und somit eine Menge Geld einfach nach draußen verpuffen. Ändern können Sie das über eine Dämmung von Dach, Wänden, Fassade und auch Ihrem Keller. Schon nach kurzer Zeit werden Sie ein Plus im Haushaltsbudget merken. Und ein weiterer Vorteil: Sie werden spüren, wie angenehm warm es im Herbst-Winter und wie klimatisiert es in den Sommermonaten bei Ihnen zuhause sein wird.
Es gibt einen einfachen Code, was ein energieeffizientes Haus braucht: 24.16.10.3.S.
In Worten: 24 cm Dachdämmung, 16 cm Fassadendämmung, 10 cm Kellerdämmung, plus 3-fach verglaste Fenster, plus Anzapfen der Sonne.
KfW-Förderbank und BAFA unterstützen die genannten Vorhaben mit Förderdarlehen bzw. Zuschüssen.

Fenster + Lüftung

Wenn Sie alte gegen moderne Fenster tauschen, schlagen Sie gleich drei „Fliegen“ mit einer Klappe: Sie erhöhen Ihren Schutz vor Wärme/Kälte, vor Lärm und vor Einbrechern. Das alles bieten neue zweifach, besser dreifach verglaste Fenster. Fördermittel der KfW, BAFA und auch regionale Programme helfen Ihnen, die Kosten des Umbaus zu reduzieren. Teilweise lassen diese sich sogar kombinieren.

Zu einem technisch richtig sanierten Gebäude gehört eine Lüftungsanlage. So wird Feuchtigkeit aus den Räumen zuverlässig heraus transportiert und frische Luft gelangt in den Wohnraum. Zusätzliches Plus: Man spart sogar im Vergleich zur normalen Fensterlüftung bis zu 90 Prozent der Heizenergie. Diese Maßnahme wird ebenfalls gefördert.

Erneuerbare Energien (Strom und Wärme produzieren/nutzen)

Die Erzeugung von Strom und Wärme macht Sie nicht nur unabhängiger von den großen Lieferanten, Sie sparen natürlich auch Geld und leisten einen wichtigen Beitrag für Klima und Zukunft. Der Staat fördert Photovoltaik, Mini-Blockheizkraftwerke, Brennstoffzellen, Netze und Speicher und vieles mehr großzügig mit Förderdarlehen und Zuschüssen. Gleiches gilt für den Einbau und die künftige Nutzung von moderner Gebäudetechnik: Stichwort: Smart Home.

Barrieren reduzieren / Wohnraum erweitern und umbauen

Förderkredite und Zuschüsse hält die KfW auch für den Abbau von Barrieren bereit. Hierzu zählen der Badumbau, die Anpassung von Raumaufteilungen, die Überwindung von Treppen und Stufen aber auch intelligente Assistenzsysteme (etwa Türsprechanlagen, Beleuchtung, Heizung und Klimatechnik, Überfall- und Einbruchmeldeanlagen, Ruf-, Notruf- und Unterstützungssysteme). Ebenfalls werden Maßnahmen im Außenbereich, wie die Verbreiterung von Zuwegungen und der Einsatz von rutschhemmendem Belag auf Stufen gefördert.

Energieberatung / Energieeffizienz-Experten + Baubegleitung

Energieberater:innen sind dasselbe wie Energieeffizienz-Expert:innen. Ohne sie und ihr Fachwissen erhalten Sie keine Förderungen für Ihre Vorhaben. Die gute Nachricht ist aber, dass auch die Energieberatung gefördert wird. Zudem tragen die Expert:innen wesentlich zum Gelingen bei, da sie die Sanierung nicht nur planen, sondern auch überwachen (Baubegleitung).
Warum Sie nicht nur auf Energieberater:innen allein, sondern besser auf ein Trio aus Modernisierungsberater:innen, Energieberater:innen und Handwerk setzen sollten, lesen Sie hier.

2. Welche Fördermöglichkeiten gibt es und worin unterscheiden sie sich?

Zunächst einmal gibt es Förderungen in Form von zinsgünstigen Krediten. Diese zahlt man dem Kreditgeber wieder zurück. Aktuell passiert es sogar, dass man aufgrund von Tilgungszuschüssen in einen Minuszinsbereich kommt. So muss unterm Strich weniger Kredit zurückgezahlt werden, als aufgenommen wurde. Bei den Zuschüssen handelt es sich wiederum um ein „Geldgeschenk“, welches die Kosten einer Sanierung spürbar reduziert.
Eine Kombination aus beidem sorgt dafür, dass Immobilienbesitzer eine Sanierung auch wirklich stemmen können. 

Doch leider nehmen viel zu wenig Hauseigentümer Förderungen in Anspruch. Meist kennen sie schlichtweg die Möglichkeiten nicht. Noch dazu gibt es in Deutschland eine unüberschaubare Fülle von mehr als 6000 (!) Fördertöpfen. Wer soll da durchsehen? 

Der Staat fördert eine energetische Sanierung mit Zinsgünstigen Krediten und Geldgeschenken in Form von Zuschüssen.

 Das führt dazu, dass gerade einmal das Nötigste saniert wird, beispielsweise die Heizung, wenn diese ihren Geist aufgegeben hat. „Im Ergebnis hat man dann nur einen Bruchteil des Hauses saniert und dafür auch noch viel zu viel Geld bezahlt. Das ist kein Konzept. Das ist einfach nur ärgerlich.“, weiß Ronald Meyer, Bauingenieur, Initiator der Modernisierungsoffensive und Autor des Buches ‚In 77 Tagen zum klimaneutralen Zuhause‘. 

Um sich im Förderdschungel nicht zu verlieren, empfiehlt der Experte auf die Programme zu setzen, die sich bewährt haben: „Es gibt kommunale Fördertöpfe, Landesmittel sowie die bundesweit gültigen Bau- und Modernisierungs-Programme, die hauptsächlich von zwei Institutionen angeboten werden: Von der KfW-Förderbank und vom Bundesamt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA.“

So passt die Finanzierungsstrategie der Modernisierungsoffensive kompakt auf einen Bierdeckel:  

1. „Effizienzhaus 70 EE“ wählen, 40 Prozent der Investition als Zuschuss erhalten.
2. Bezuschussung der Energieberaterleistungen: Energieberatung und Baubegleitung.
3. On Top gibt es noch – sofern vorhanden – regionale Programme.

Geht man so vor, lassen sich die Modernisierungsinvestitionen vollständig über die eingesparten Energiekosten bedienen. Die eingesparten Energiekosten – bis zu 90 Prozent sind laut Meyer realistisch – werden quasi umgeschichtet und ins eigene Haus investiert.

Wer auf Förderdarlehen und Zuschüsse verzichten möchte oder sie zu spät beantragt hat, kann sich vom Steuerberater des Vertrauens auch noch erläutern lassen, wie die Modernisierungskosten steuerlich geltend gemacht werden können. Da geht einiges.

Moderniesierungsberatung hilft Ihnen einen realistischen Sanierungsplan aufzustellen und die richtigen Fördermittel dafür zu bekommen.

3. Modernisierungsberatung: Was ist das, wie sinnvoll ist sie und wann lässt man sich beraten?

Was und wer ist das?Modernisierungsberater:innen sind regionale Ansprechpersonen für klimaneutrales Wohnen. Sie haben sich der Modernisierungsoffensive angeschlossen, die ein realistisches Maßnahmenpaket zusammengestellt hat, um die gesetzlichen Klimaziele der Regierung bis zum Jahr 2045 zu erreichen.

Modernisierungs:beraterinnen sind der erste Anlaufpunkt für Hauseigentümer, wenn der Wunsch aufkommt, „dass etwas im Haus passieren muss“.

Wie sinnvoll ist die Beratung? Die Modernisierungsberatung hilft Ihnen, Ihr Sanierungsprojekt von Anfang an richtig anzugehen und auf der Kostenseite alle möglichen Hilfen in Anspruch nehmen zu können. Das können Sie erwarten:

Die richtigen Hilfsmittel

Die Berater:innen haben Hilfsmittel wie den Gebäude-Schnellcheck und den Rentabilitätsrechner, mit dem in wenigen Minuten errechnet werden kann, wie viel Energie das Haus/die Wohnung verbraucht und in welchem Sanierungszustand die Immobilie ist. Als Ergebnis bekommen Sie eine Empfehlung, wie Sie ihr Haus energieeffizienter machen können und eine Abschätzung, was an Energie und CO2 eingespart werden kann.

Die richtige Förderung

Sie bekommen Ihr individuelles Förder- und Zuschusspaket zusammengestellt.

Die richtige Alternative

Und selbst wenn mal wieder die Fördertöpfe leer sein sollten, wie zuletzt im Januar 2022, werden Sie eine Lösung errechnet bekommen, wie ohne Mehrkosten die Sanierung Ihres Gebäudes gelingen kann.

Die richtigen Kontakte

Die Berater:innen stellen den Kontakt zu Energieberater:innen und zu handwerklichen Gewerken her. Sie haben somit Zugriff auf ein eingespieltes und fachlich auf hohem Level arbeitendes Netzwerk. Mit diesem Trio an Bord bekommen Sie alles gut koordiniert und behalten den Überblick bei Ihrem Sanierungsprojekt.

Wann lässt man sich beraten? Gleich von Beginn an! Sobald Sie den Wunsch nach Veränderung und Sanierung verspüren, Ihre Heizung aufgibt, es Ihnen zu sehr durch die Fenster zieht und überhaupt wenn Ihre Immobilie vor 1995 gebaut wurde. Denn allein, was Sie durch die Sanierung an Energiekosten einsparen können, ist enorm. Je höher die Preise steigen, desto größer wird auch das Einsparpotential. Um es greifbarer zu machen, hier eine Beispielrechnung: 

Annahmen: Immobilie (Baujahr zwischen 1979 und 1983) mit 220 qm Wohnfläche. Die Heizung wurde im Laufe der Zeit einmal erneuert. Der Energiebedarf liegt jährlich bei 172 kWh pro qm.

 
172 kWh x 220 qm = 37.840 kWh
37.840 kWh : 10* = 3.784 l Heizöl (gerechnet mit 1 Euro pro Liter)
3.784 l x 1 € = 3.784 € Heizkosten pro Jahr
*10 Liter Gas = 1 Liter Heizöl

geschätzter Energieverbrauch nach Sanierung: 7.500 kWh
7.500 kWh : 10 = 750 l Heizöl
750 l x 1 € = 750 € pro Jahr Heizkosten

Ersparnis: 3.034 Euro pro Jahr, da lohnt sich doch der Gang zum Modernisierungsberater. 

4. Diese 5 Fehler sollten Sie unbedingt vermeiden

Fehler 1: Gar nicht sanieren/nur einen Teil sanieren
Fassade ohne oder mit nicht ausreichender Dämmung? Alte Heizungstechnik und Fenster? Verheizen Sie nicht ihr hart erarbeitetes Geld. Eine Sanierung, am besten komplett und in optimaler Reihenfolge geplant, bringt Ihnen neben einem dicken Plus im Haushaltsbudget auch einen großen Gewinn an Behaglichkeit in den eigenen vier Wänden. 

Mithilfe eines individuellen Sanierungsfahrplans (kurz iSFP) können Sie die Sanierungsmaßnahmen optimal planen und bei Bedarf auch auf mehrere Jahre aufteilen. Die Förderungen und Zuschüsse werden dann einmal bewilligt und nach und nach abgerufen 

Fehler können passieren. Doch mit diesen Tipps können Sie sie vermeiden.
Fehler 2: Auf Förderung verzichten/Förderungen zu spät beantragen

Faustformel: Wer 10.000 Euro investieren muss, fährt besser, wenn er für 100.000 Euro saniert.
Bei guter Finanzierungsplanung und einer qualifizierten Energieberatung ist es möglich, dass Sie maximal viel sanieren und dabei minimal (wenige tausend Euro) an eigenen Kosten tragen.

Fehler 3: Die falschen Fachleute für die handwerklichen Arbeiten engagieren

Es gibt immer noch viele Handwerksfirmen, die dem Irrglauben aufgesessen sind, dass sich eine Sanierung nicht lohnen würde. Sie haben sich im Bereich energieeffiziente Sanierung nicht weitergebildet und sind damit leider auch technisch nicht in der Lage, die Anforderungen, die von Förderinstituten wie der KfW gestellt werden, zu erfüllen.
Es gibt mittlerweile jedoch Bau-Teams (organisiert im Bundesverband für Gebäudemodernisierung BVGeM), die immer identische Gebäudetypen sanieren und die in der Lage sind, die im Sanierungsfahrplan vorgesehenen Schritte realistisch umzusetzen. In jedem Fall sollten Sie die fachliche Qualifikation im Bereich der energetischen Sanierung erfragen. Hierbei helfen Modernisierungs- und Energieberater:innen weiter.

Fehler 4: Bei der Energieberatung auf die Baubegleitung verzichten

Die rund 10.000 Euro, die das Komplettpaket einer Energieberatung kostet und die zusätzlich noch gefördert wird, zahlt sich in jedem Fall aus. Immer wieder kommt es in der Praxis vor, dass Energieberater:innen während ihrer Baubegleitung Fehler aufdecken. Mal wurden Fenster falsch eingebaut, mal die Dach- oder Fassadendämmung nicht richtig ausgeführt. Dank Baubegleitung kann zeitnah nachgearbeitet werden. Verzichtet man auf die Begleitung, werden diese Fehler erst bei Abnahme der Maßnahmen entdeckt und eine Nacharbeitung wird teuer, weil fertige Bauabschnitte wieder aufgemacht oder rückgebaut werden müssen. Das kommt unter Umständen teurer, als wenn man gleich das Komplettpaket der Energieberatung bucht.

Fehler 5: Keinen Puffer einplanen/keine Instandhaltungsrücklage bilden

Altbauten sind immer auch ein Überraschungsei! Trotz der besten Planungen und Kostenaufstellungen können unvorhergesehene Dinge eintreten. So können beispielsweise beim Aufbrechen von Wänden oder Böden Probleme zu Tage gefördert werden, für die zusätzliches Material von Nöten ist. Wird Material oder Werkzeug beschädigt, braucht es ebenfalls Ersatz, der das geplante Budget übersteigt. Daher immer einen Puffer einplanen.
Für die Zeit nach der Sanierung ist es zudem ratsam, eine Instandhaltungsrücklage zu bilden. Zum Beispiel, indem man monatlich einen kleinen Betrag auf ein Sparkonto überweist, zum Beispiel aus den eingesparten Energiekosten.

So starten Sie mit Ihrer Sanierung. 

5. Fazit: Los geht‘s

Die Entscheidung für die Sanierung einer Immobilie lohnt sich in jedem Fall. Daher bleibt nur Ihnen zuzurufen: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“. Sparen Sie ordentlich Geld, steigern Sie Ihren Wohnkomfort und den Wert Ihrer Immobilie. Einen spürbaren Beitrag zum Klimaschutz leisten Sie zudem auch noch. Ein Gewinn für Sie und die nachfolgende(n) Generationen.

 
Aktuelle Informationen zu den jeweils existierenden Förderprogrammen erfahren Sie von den Modernisierungsberater:innen der Modernisierungsoffensive. Jetzt anfragen.
Mittels Gebäude-Schnellcheck und Wirtschaftlichkeitsrechner treffen die Expert:innen Aussagen zu Ihrer individuellen Gebäudemodernisierung. 

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